Eine Schule ganz nach den Wünschen der Kinder

Frei nach dem Motto „So stelle ich mir unsere neue Grundschule vor“ haben 230 Weßlinger Schülerinnen und Schüler ihre neue Grundschule gemalt. Diese befindet sich aktuell noch im Rohbau, soll aber 2023 bereits bezugsfertig sein. Die Kinder waren bei der Malaktion äußerst kreativ und haben die neue Schule ganz nach ihren Vorstellungen, Vorlieben und Visionen gezeichnet.

Ein Teil der Bilder wurde nun auf großen Bannern gedruckt und am Bauzaun der Schulbaustelle angebracht, so dass deutlich zu sehen ist, was hier gerade entsteht. Natürlich nicht ganz so wie auf den Bildern, denn die Kinder haben ihrer Fantasie beim Malen freien Lauf gelassen. So hat die 7jährige Valentina auf ihrem Bild eine Rutsche an der neuen Schule angebracht, über die man direkt in ein Kino gleiten kann, welches ebenfalls auf dem Schulgelände nicht fehlen darf – zumindest nach Valentinas Vorstellung. Für den 8jährigen Fußballfan Luis hingegen ist ein riesiger Fußballplatz auf dem Gelände ein unbedingtes Muss und die 7jährige Julika setzt auf ein Mühlrad, damit die Schule ihren eigenen Strom produzieren kann. Der neunjährige Lenni hat sich in seiner Zeichnung mit dem Schulweg beschäftigt und eine Treppe über die stark frequentierte Straße gemalt.

Auf anderen Bildern sind vor allem Swimmingpools, Schaukeln, Kletterwände und große Trampoline zu sehen, die Schule rückt dabei ein wenig in den Hintergrund. Ist ja schließlich auch eine Schule ganz nach den Wünschen der Kinder, bei denen Schule vor allem Spaß machen soll. Die Idee, einige der Bilder auf ein Banner zu drucken und damit den grauen Zaun zu verschönern, hatte der Architekt und Jugendreferent Rasso von Rebay. Maria Streifinger, die Schulleiterin war sofort begeistert von der Idee und half bei der Umsetzung mit. 35 Bilder wurden am Ende ausgewählt, um die Baustelle bunter zu machen. Weßlings Bürgermeister Michael Sturm und Rasso von Rebay haben die Banner nun unter Mithilfe einiger kleiner Künstler am Bauzaun befestigt. Die restlichen Bilder hängen in den beiden Grundschulen.

„Die Bilder sind wahnsinnig bunt und die Auswahl ist uns nicht leichtgefallen“, berichtet Maria Streifinger und präsentiert stolz die farbenfrohen Ergebnisse. Julika, Valentina, Lenni und Luis sind begeistert, dass ihre Bilder nun der Öffentlichkeit präsentiert werden. Nur einen kleinen Wehrmutstropfen hat das Ganze. Lenni und Luis werden als Drittklässler vermutlich nicht in den Genuss kommen, in der neuen Schule die Schulbank zu drücken. Da diese aber ohne Kino und riesigen Fußballplatz geplant wurde, ist dies vielleicht auch nicht ganz so schlimm.