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Abschied von Ildikó Risse

    Gemeinde trauert um ehemalige Galeristin

    Ildikó Risse ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Von 1989 bis 2015 betrieb sie mit Leidenschaft zur bildenden Kunst im Erdgeschoss des Alten Rathauses eine Galerie. Zahlreiche Künstler aus Bayern aber auch aus Ungarn, Belgien, Armenien, Israel, Österreich und Russland holte sie hier nach Weßling. Sie organisierte unter anderem das Internationale Bildhauersymposium 2002/2003 in Weßling, das selbst in unserer kulturbewussten Gemeinde in dieser Form einmalig war. 18 international bekannte Bildhauer beteiligten sich an dieser Veranstaltung und verwandelten die Wege rund um den Weßlinger See zu einer einzigartigen Ausstellung, die förmlich zu einer Kulturrunde um den See einlud. Einige der Skulpturen wie beispielsweise die von Reto Grond aus Eichenholz geschaffene sitzende Figur „Guardare“, was so viel wie „betrachten“ bedeutet, können übrigens heute noch am See bewundert werden.

    Nachdem sie sich ein großes Netzwerk an Künstlern aufgebaut hatte, nutzte Ildikó Risse dieses nicht nur für Ausstellungen, sondern veranstaltete auch Auktionen zugunsten sozialer Projekte hier im Ort und in der Umgebung. Der Erlös ging beispielsweise an den evangelischen Kindergarten zum Bau einer neuen Rutsche oder an die Herrschinger Insel. Außerdem lud sie immer wieder Kinder und Jugendliche ein, um mit den Künstlern und ihren Werken in Berührung zu kommen.

    Ildikó Risse wurde als Ildikó Marta von Mártonffy am 1. März 1937 in Debrecen in Ungarn geboren. 1945 floh sie gemeinsam mit ihrer Mutter und der jüngeren Schwester nach Niederbayern, kehrte später aber wieder nach Ungarn zurück, wo sie ihr Abitur machte. Als fast 20-Jährige beteiligte sie  sich aktiv am ungarischen Aufstand gegen die russische Besatzung und flüchtete 1956 erneut - dieses Mal ins benachbarte Österreich. Ein paar Jahre später lernte sie in München den damaligen Studenten Jürgen Risse kennen, den sie 1964 heiratete. Gemeinsam mit seinen zwei Kindern zog das Paar schließlich in unsere Gemeinde, wo Ildikó Risse 1977 ihre erste Kunstausstellung in ihrem Privathaus in Hochstadt organisierte.

    Ildikó Risse hat mit ihrer Liebe zur Kunst vieles für Weßling getan, und diese den Menschen hier im Ort zugänglich gemacht. Mit ihrem Enthusiasmus und ihrer umfassenden Kunsterfahrung war die Galerie Risse ein Treffpunkt in unserem Dorf. Sie bildete den Grundstein für die Gemeindegalerie, die Erich Rüba heute führt. Die Gemeinde bedauert das Ableben von Ildikó Risse sehr. Denn sie war eine Bereicherung für diesen Ort, eine geschätzte und engagierte Kunstliebhaberin und Galeristin mit viel Gespür für Qualität, aber auch eine Frau mit sehr viel sozialem Engagement. Unsere tiefe Anteilnahme gilt ihren Angehörigen.

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