100 Jahre Schule Weßling
Unser Schulhaus ist 100 Jahre alt.
Anlässlich dieses Geburtstages feierte die Schule Weßling am Donnerstag den 10. November 2011 im Theatersaal der Gemeinde. Mit geladenen Ehrengästen sowie den Schülern, deren Auftritte für großen Beifall sorgten, startete das Schulhaus in das neue Jahrhundert.
Die neue Schulleiterin, Maria Streifinger, begrüßte die Gäste und begeisterte diese mit diversen Musikstücken für Querflöte im Trio mit Kira May und Meike Rasp sowie dem Cellisten Graham Waterhouse. Herr Waterhouse überzeugte zudem die Zuschauer als Solist mit der Vertonung des Gedichts von Christian Morgenstern „Der Werwolf“
Die Schüler der Klassen 2, 3 und 4, die bühnengerecht die Entwicklung zwischen 1911 und 2011 darstellten, sorgten für viel Beifall. Es wurden Schulszenen aus verschiedenen Zeitepochen vorgestellt, zum Beispiel vom früheren Sportunterricht über die damalige Pausengestaltung. Nicht fehlen durfte auch die antiautoritäre Erziehungsphase bis hin zum aufgezwungenen Gruppenunterricht.
Ebenso erheiterte der Auftritt der Klasse 3b mit dem Kanon und Lied „Unsre Schule hat keine Segel“ die Gemüter.
In der Festrede des Ersten Bürgermeisters erinnerte Herr Muther sich an seine eigene Schulzeit und zeigte den Werdegang des Schulhauses mit entscheidenden Ereignissen wie folgt auf:
1911 wurde nach den Plänen des im Ort lebenden Architekten Max Ostenrieder ein neues Schulhaus mit 2 Klassenzimmern und Lehrerwohnung erbaut. Der Umzug erfolgte zum 1. November1911.
Lehrer Felix Besold führte vorerst mit strengem Regiment als einzige Lehrkraft die Schule. Ab 1919 erhielt er Unterstützung durch eine Hilfslehrerin.
Es folgte eine Maul- und Klauenseuche und die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Der Schulleiter wechselte und per Regierungsbeschluss wurden die Schulen Oberpfaffenhofen und Weßling zusammengelegt sowie mehrmals wieder getrennt. Der Krieg begann das schulische Leben zu bestimmen und 1945/46 – das erste Friedensschuljahr - ließ die Schülerzahlen durch die vielen Flüchtlinge und Vertriebene in die Höhe schnellen. Die Schulspeisung, eine warme Mahlzeit für bedürftige, unterernährte Kinder wurde eingeführt.
1951 wurde das Gebäude um zwei Klassen auf die heutige Größe erweitert und im Oktober 1951 eingeweiht. Nachdem 1965 die Schule im Keller einen Gymnastikraum erhielt, war es leider vorbei mit den Winterturnstunden - Schlittschuhlaufen am Weßlinger See.
Nach der Zusammenlegung der Gemeinden Weßling, Oberpfaffenhofen und Hochstadt entstand eine Grund- und Teilhauptschule I. Die Klassen 7/8/9 kamen nach Gilching und die Klassen 5/6 folgten später nach.

